Am 22. Juni durften wir, die 10a, zum Abschluss unserer gemeinsamen Schulzeit eine besondere Erfahrung machen: Wir halfen beim Bramfelder See beim Beringen von Graugans- und Kanadagansküken im Rahmen einer Bestandserfassung durch das Projekt „Gans Hamburg“. Diese Aufgabe mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken, doch sie ist ein wichtiger Baustein im Naturschutz und hilft uns, das lokale Ökosystem besser zu verstehen und zu schützen.
Ihre Bestände zu erfassen, hilft, Rückschlüsse auf Altersstruktur, zu Wanderbewegungen oder zur Überlebensrate der Jungtiere zu ziehen und Lebensräume zu erhalten oder Gefahrenquellen für die Tiere zu identifizieren. Die blauen Ringe an den Beinen der Tiere ermöglichen es, die Gänse auch aus der Ferne schnell zu erkennen und zu unterscheiden.
Leider sind die ersten Wochen für die Küken eine gefährliche Zeit. Viele fallen Hunden zum Opfer, werden von Fahrrädern überfahren oder verlieren ihren Lebensraum durch menschliche Aktivitäten.
Das Beringen der Graugänse war für uns alle eine neue Erfahrung, wie das Jungtier dazu kurz von seinen Eltern getrennt wird, die es danach laut schnatternd wieder in Empfang nehmen. Besonders überrascht hat uns, wie warm (Gänse haben eine Körpertemperatur von 40°C) und weich die Tiere sich anfühlten. Und das Besondere an unseren Gänsen hier in Steilshoop ist, dass hier Graugansküken von Kanadagänsen großgezogen werden und die Arten miteinander Familien bilden.

