Im Rahmen einer Projektwoche zum Thema Demokratie setzte sich die Jahrgangsstufe 11 intensiv mit den Grundlagen und Gefährdungen demokratischer Gesellschaften auseinander. Dabei standen historische Lernorte, Filmvorführungen und Begegnungen mit Expertinnen und Experten im Mittelpunkt. Die Woche begann mit einem Besuch der Gedenkstätte Bullenhuser Damm. Dort beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit den nationalsozialistischen Verbrechen und der Bedeutung der Menschenwürde. Außerdem wurden Fragen zu sozialer Ungleichheit, Ausgrenzung und gesellschaftlichem Zusammenhalt erörtert. Ein weiterer Projekttag führte die Lerngruppe in das Altonaer Museum, wo sie sich mit dem NSU-Komplex und den Gefahren rechtsextremistischer Ideologien für die Demokratie auseinandersetzte. Besonders eindrücklich war auch die Vorführung des Films Führer und Verführer (2024). Im anschließenden Gespräch mit einem Historiker diskutierten die Schülerinnen und Schüler die Wirkung von Propaganda und die Frage, wie demokratische Werte durch gezielte Manipulation untergraben werden können. Den Abschluss der Woche bildete der Besuch des Medizinhistorischen Museums am UKE. Dort standen ethische Fragen sowie die Bedeutung der Menschenwürde und der Grundrechte im Mittelpunkt. In der anschließenden Reflexionsphase arbeiteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsame Erkenntnisse heraus. Sie kamen unter anderem zu dem Schluss, dass alle Menschen den gleichen Wert besitzen, dass Menschenfeindlichkeit demokratische Werte zerstört und dass Schweigen gegenüber Unrecht einer demokratischen Gesellschaft schadet. Darüber hinaus wurde deutlich, wie soziale Ungleichheit, Hass, Extremismus und Propaganda demokratische Strukturen gefährden können und warum Grundrechte für alle Menschen gelten müssen. Die Projektwoche machte deutlich, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist. Sie lebt von Menschenwürde, gegenseitigem Respekt, gesellschaftlicher Verantwortung und der Bereitschaft, sich aktiv gegen Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit einzusetzen.


